Zu viel Respekt und mangelnde Cleverness beim Heimauftakt

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Nach dem Auswärts-Sieg im ersten Spiel hatte sich die Herren 1 der TSG Heidesheim gegen den TV Oppenheim vorgenommen, die empfindliche Klatsche des letztjährigen Heimspiels auszugleichen und den erfolgreichen Saisonauftakt auszubauen. Ein katastrophaler Start und die weiterhin zu hohe Fehlerquote wogen bei dem 73:82 letztlich schwerer als phasenweise gute Kombinationen und defensiv hohe Intensität.
Vier Punkte in der ersten Minute, dann vornehme Zurückhaltung sowohl im Angriff wie auch in der Defensive: so kann man gegen eine clever spielende Truppe mal eben mit 4:16 hinten liegen. Zwar hielten die Heidesheimer in der Offensive das Tempo hoch, kamen jedoch nur selten zu guten Abschlüssen. Defensiv hielt man die gefährlichen Schützen des Gegners einigermaßen in Schach, ließ unter dem Korb aber zu viel zu und vor allem Intensität vermissen. Der Rest des Viertels wurde dann ausgeglichen gestaltet: die Heidesheimer, allen voran Paul Ludolph, attackierten den Korb mehr und erfolgreicher, bekamen die eigene Zone aber nach wie vor nicht richtig in den Griff. So ging es mit 14:26 in Abschnitt 2, in dem die TSG defensiv mehr Druck auf den Ball und die Abschlüsse schwerer machte. Punkte wurden fast nur noch von der Freiwurflinie zugelassen, und dort schwächelte der Gegner in diesem Viertel (3/10). Das konsequentere Anspielen des High Posts und dem dort meist überlegen agierenden Matteo Federici brachte die Offensive ins Rollen, so dass man aufschließen konnte. Ein durch übermotivierte Verteidigung etwas hergeschenkter Dreier in letzter Sekunde besorgte dann den 34:38-Halbzeitstand. Coach Weßner forderte weiterhin schnelles Umschalten und defensiven Druck, um den konditionell schwächelnden Gegner ein hohes Tempo zu diktieren. Mit einem verheißungsvollen Start in die zweite Hälfte drehte man so die Partie und führte mit 45:42, vor allem Max Immoos fand in dieser Phase offensiv seinen in dieser Saison noch schmerzlich vermissten Rhythmus. Allerdings konnte man defensiv den Druck nicht halten, da beim Gegner überwiegend frischere Bankspieler nun eine gut funktionierende Aufstellung bildeten. Die Treffsicherheit von der Linie kehrte bei diesen zudem zurück, und so musste man zusehen, wie sich das Spiel in den 5 Minuten bis Ende des Viertels wieder zu einem 49:57 drehte. Die TSG versuchte nochmal alles, hinsichtlich des Einsatzes wird sich kein Spieler einen Vorwurf machen lassen müssen. Doch immer wenn Hoffnung aufkeimte und man dachte, mit ein oder zwei guten Aktionen nochmal herankommen zu können, fiel der Schuss nicht, wurde der Rebound verpasst, konnte man den Gegner nicht halten. Dieser spielte es auch abgezockt und fand passende Antworten, wann immer es nötig war. Auf weniger als 6 Punkte konnte man nicht mehr verkürzen, und von der Linie gab sich der TV in den letzten drei Minuten keine Blöße (9/12), so dass am Ende eine nicht unverdiente Niederlage stand. Vor allem der defensive Fehlstart und die zu späte konsequente Umsetzung der offensiven Vorgaben sorgten am Ende für ein enttäuschendes Gefühl, da der Gegner bei all seiner Erfahrung und Cleverness nicht unschlagbar auftrat. Auf ein ähnliches Kaliber treffen die Heidesheimer bereits kommenden Sonntag, wenn es am 24.09. um 18 Uhr zum Auswärtsspiel mit überschaubarer Anreise zum SC Lerchenberg geht. Aus diesem Spiel lässt sich dafür und natürlich generell die ganze Saison vieles mitnehmen und verbessern: Von dieser Lernkurve wird der weitere Saisonverlauf mit einigen erfahrenen Gegnern in der Liga wesentlich abhängen.
Es spielten:
Ball, Bekele 4, Benner 7 (1 Dreier, 4/6 Freiwürfe), Federici 16 (1, 1/4), Immoos 18 (2/3), Langwald, Ludolph 20 (6/8), Pawlak 2 (2/2), Schmitt, Wejbera 6, Wiedemuth
Autor: M. Wejbera

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